Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

für Beratungs-, Supervisions- und Bildungsdienstleistungen

Stand: Februar 2026

§ 1 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge über Beratungs-, Supervisions- und Bildungsdienstleistungen, die zwischen OLAS Collective (nachfolgend „Olas Kollektiv" oder „wir") und Auftraggeber*innen (nachfolgend „Auftraggeber*innen") geschlossen werden.

Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen der Auftraggeber*innen werden nicht anerkannt, es sei denn, wir haben ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt.

Auftraggeber*innen im Sinne dieser AGB sind in der Regel Organisationen, Einrichtungen oder Institutionen (z. B. Schulen, Kitas, NGOs, Unternehmen, Stiftungen). Sofern nichts anderes vereinbart, richten sich diese AGB an Unternehmer*innen im Sinne des § 14 BGB.

§ 2 Leistungsangebot

Olas Kollektiv bietet folgende Dienstleistungen an:

  • Supervision und Fall-Beratung für pädagogische, soziale und administrative Fachkräfte
  • Workshops und Trainings zu Antidiskriminierung, Anti-Rassismus, Diversity und Inklusion
  • Organisationsentwicklung und strukturelle Beratung
  • Führungskräfteentwicklung und Teamprozesse
  • Krisenintervention und traumasensible Beratung
  • Weitere im Einzelangebot beschriebene Dienstleistungen

Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen individuellen Angebot oder dem geschlossenen Dienstleistungsvertrag. Olas Kollektiv behält sich das Recht vor, einzelne Leistungen an geeignete Mitglieder des Kollektivs zu delegieren, sofern dies der Qualität der Leistung nicht abträglich ist.

§ 3 Anfrage und Vertragsschluss

Die Angaben auf dieser Website sowie etwaige Erstgespräche stellen kein bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Angebotsanfrage (invitatio ad offerendum).

Der Vertrag kommt wie folgt zustande:

  1. Auftraggeber*innen richten eine Anfrage per E-Mail oder über das Buchungssystem an Olas Kollektiv.
  2. Olas Kollektiv unterbreitet ein individuelles schriftliches Angebot mit Beschreibung der Leistung, Termin(en) und Vergütung.
  3. Der Vertrag ist geschlossen, sobald Auftraggeber*innen das Angebot schriftlich (per E-Mail) bestätigen.

Mündliche Nebenabreden bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der schriftlichen Bestätigung.

§ 4 Vergütung und Zahlung

Honorar

Das Honorar wird individuell vereinbart und im Angebot ausgewiesen. Alle Preisangaben verstehen sich zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern Olas Kollektiv umsatzsteuerpflichtig ist. Im Falle der Anwendung der Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG) wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.

Reisekosten und Auslagen

Fahrtkosten und sonstige notwendige Auslagen (z. B. Raummiete, Materialien) werden gesondert in Rechnung gestellt, sofern nicht im Angebot eingeschlossen. Fahrtkosten werden nach dem jeweils gültigen steuerlichen Kilometersatz für PKW-Nutzung abgerechnet oder nach tatsächlichem Aufwand bei öffentlichen Verkehrsmitteln.

Fälligkeit und Zahlungsverzug

Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zahlbar, sofern keine andere Zahlungsfrist vereinbart wurde. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen gemäß §§ 286, 288 BGB.

§ 5 Stornierung und Absagen

Stornierung durch Auftraggeber*innen

Bei Absagen durch Auftraggeber*innen gelten folgende Stornierungsregelungen:

  • Mehr als 14 Tage vor dem Termin: Kostenfreie Stornierung möglich.
  • 7 bis 14 Tage vor dem Termin: 50 % des vereinbarten Honorars werden fällig.
  • Weniger als 7 Tage vor dem Termin: 100 % des vereinbarten Honorars werden fällig.

Das Recht zum Nachweis eines geringeren Schadens bleibt den Auftraggeber*innen vorbehalten. Stornierungen müssen schriftlich per E-Mail erfolgen. Maßgeblich ist der Eingang der Stornierungserklärung bei Olas Kollektiv.

Terminverschiebung

Eine einvernehmliche Verschiebung des Termins ist in gegenseitigem Einvernehmen möglich und gilt nicht als Stornierung, sofern ein neuer Termin innerhalb von 3 Monaten vereinbart wird.

Absage durch Olas Kollektiv

Olas Kollektiv behält sich das Recht vor, Termine aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit, höhere Gewalt) abzusagen. In diesem Fall werden bereits geleistete Zahlungen vollständig erstattet oder ein Ersatztermin angeboten. Weitergehende Ansprüche der Auftraggeber*innen sind ausgeschlossen.

§ 6 Mitwirkungspflichten der Auftraggeber*innen

Auftraggeber*innen sind verpflichtet:

  • Rechtzeitig geeignete Räumlichkeiten mit ausreichend Platz, Bestuhlung und ggf. technischer Ausstattung (Beamer, Flipchart) bereitzustellen, sofern nicht anders vereinbart.
  • Alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen und Unterlagen vollständig und rechtzeitig zur Verfügung zu stellen.
  • Die Teilnahme der vereinbarten Personen sicherzustellen; Änderungen in der Teilnehmerzahl sind unverzüglich mitzuteilen.
  • Einen respektvollen, sicheren Rahmen für alle Beteiligten während der Veranstaltungen zu gewährleisten.

Verzögerungen oder Mehraufwand, die durch unzureichende Mitwirkung entstehen, können zusätzlich in Rechnung gestellt werden.

§ 7 Vertraulichkeit und Schweigepflicht

Die Mitglieder von Olas Kollektiv unterliegen – insbesondere im Bereich Supervision und Beratung – der beruflichen Schweigepflicht und behandeln alle in ihrer Tätigkeit bekannt gewordenen Informationen vertraulich. Dies gilt auch nach Beendigung des Auftragsverhältnisses.

Auch Auftraggeber*innen verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen nicht-öffentlichen Informationen über Olas Kollektiv, seine Mitglieder und Arbeitsweisen vertraulich zu behandeln.

Fallbeispiele und Praxiserfahrungen können in anonymisierter Form zu Ausbildungs-, Forschungs- oder Publikationszwecken genutzt werden, sofern keine Rückschlüsse auf Personen oder Organisationen möglich sind.

§ 8 Urheberrecht an Materialien

Alle von Olas Kollektiv entwickelten und zur Verfügung gestellten Materialien (z. B. Handouts, Präsentationen, Workbooks, Konzepte) sind urheberrechtlich geschützt und verbleiben im geistigen Eigentum von Olas Kollektiv bzw. der jeweiligen Urheber*innen.

Auftraggeber*innen erhalten für die eigene, interne Nutzung im Rahmen des vereinbarten Auftrags ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht. Eine Vervielfältigung, Weitergabe an Dritte, Veröffentlichung oder kommerzielle Nutzung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung von Olas Kollektiv.

Ton- und Videoaufnahmen der Veranstaltungen sind nur mit ausdrücklicher schriftlicher Einwilligung aller Beteiligten erlaubt.

§ 9 Haftungsbeschränkung

Olas Kollektiv haftet für Schäden, die durch einfache Fahrlässigkeit verursacht werden, nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), und in diesem Fall nur in Höhe des zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vorhersehbaren, vertragstypischen Schadens.

Die Haftungsbeschränkung gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit sowie für Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.

Olas Kollektiv übernimmt keine Haftung für die Umsetzung der im Rahmen von Beratungen und Workshops erarbeiteten Inhalte und Empfehlungen. Die Entscheidung und Verantwortung für die Umsetzung liegt bei den Auftraggeber*innen.

Für den Erfolg bestimmter Maßnahmen oder die Erreichung bestimmter Ziele durch die Beratungstätigkeit wird keine Garantie übernommen; Supervisions- und Beratungsleistungen sind Dienstleistungen, keine Erfolgsdienstleistungen (§ 611 BGB).

§ 10 Datenschutz im Auftragsverhältnis

Im Rahmen der Auftragsabwicklung verarbeitet Olas Kollektiv personenbezogene Daten der Auftraggeber*innen (z. B. Name, Kontaktdaten, Organisationsdaten). Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich zur Durchführung des Vertragsverhältnisses auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.

Weitere Informationen zum Datenschutz entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.

Sofern im Rahmen von Supervisionen oder Beratungsgesprächen besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) – z. B. Gesundheitsdaten oder Daten über ethnische Herkunft – zur Kenntnis gelangen, werden diese ausschließlich vertraulich behandelt und nicht weiterverarbeitet.

§ 11 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB sowie dem zugrundeliegenden Vertragsverhältnis ist Berlin, sofern Auftraggeber*innen Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen sind. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Zuständigkeitsregelungen.

§ 12 Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt die gesetzliche Regelung, soweit sie besteht. Andernfalls vereinbaren die Parteien eine wirksame Bestimmung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung möglichst nahekommt.